Bild von der 2. Europäischen FrauensynodeBild von der 2. Europäischen FrauensynodeBild von der 2. Europäischen FrauensynodeBild von der 2. Europäischen Frauensynode

Zur Idee der Frauensynodenbewegung

Geschichte und Hintergrund

Die Idee einer Europäischen Frauensynode entstand in den 1980er Jahren im christlich-ökumenischen Kontext. Aus der Idee wurde eine Bewegung von Frauen, denen die Verbindung von Spiritualität und Politik wichtig ist und die sich einmischen wollen in die Gestaltung Europas. Die Erste Europäische Frauensynode 1996 in Gmunden/Österreich zeigte, dass dazu konfessionelle Grenzen überschritten werden müssen – nur gemeinsam, mit Respekt vor unseren Unterschieden können die vielfältigen Probleme gelöst werden.

Den Begriff Synode benutzen wir in seiner ursprünglichen Bedeutung: Miteinander auf dem Weg sein. Die Europäische Frauensynode verstehen wir als eine machtvolle und ermächtigende Versammlung von Frauen aller religiösen und spirituellen Traditionen, Mitglieder und Nichtmitglieder von Kirchen und anderen religiösen Organisationen.

Chronologie der nationalen und europäischen Frauensynoden

1985
Anna Karin Hammar, Ökumenischer Rat der Kirchen/ Frauenreferat formuliert erstmals die Notwendigkeit einer Frauensynode

1987
Die niederländische Frau- und Glaube-Bewegung feiert ihren 10. Jahrestag; sie schließt spontan mit einem Synodentag; Abstimmungsmodalitäten orientieren sich am Delegiertenprinzip.

1988 – 1998
Der Ökumenische Rat der Kirchen beschließt die Dekade „Solidarität der Kirchen mit den Frauen“

1990
Erstes Netzwerktreffen auf dem Weg zur Europäischen Frauensynode in Bad Boll mit dem Titel „Das Ende der Bescheidenheit – Frauen machen Kirche weit. Netzwerke auf dem Weg zu einer Frauensynode“

1992
Erstes Internationales Treffen und Konstituierung des Vorbereitungsteams zur Vorbereitung der Ersten Europäischen Frauensynode in Driebergen/ NL. Initiatorin: Martina Heinrich. Vertretinnen aus acht europäischen Ländern nehmen teil.

1992
2. Niederländische Ökumenische Frauensynode unter dem Titel „ Auf dem Weg zu einem offen-begrenzten Bereich“. 600 Frauen nehmen teil. Kein Delegiertenprinzip mehr.

1992
1. Österreichische Frauensynode in Puchberg/ Wels unter dem Titel „Frauen und Macht“. Ökumenisch und interreligiös ausgerichtet. 250 Frauen nehmen teil.

1993
Die Vorbereitung der Ersten Europäischen Frauensynode läuft voll an. 15 Länder sind beteiligt, 1000 Frauen werden erwartet, Österreich wird zum Veranstaltungsort gewählt.

1993
Frauensynoden-Tag in Italien unter dem Titel „ Gegenseitiges Verstehen – eine Utopie?“, vorbereitet von der Grupo Promozione Donne als Vorbereitung für die offizielle Synode der römisch-katholischen Kirche von Mailand.

1994
1. Deutsche Frauensynode in Gelnhausen unter dem Titel „Frauen und Macht“, Delegiertenprinzip. 150 Frauen nehmen teil.

1995
1. Schweizer Frauensynode in St. Gallen unter dem Titel „Frauenarbeit zwischen Chrampf und Befreiung“

1996
21.-28. Juli – Erste Europäische Frauensynode in Gmunden/ Oberösterreich „Frauenmacht verändert das 21. Jahrhundert“. Ökumenisch und interreligiös, kein Delegiertenprinzip. Über 1000 Frauen aus 45 Ländern nehmen teil.

1997
3.Niederländische Ökumenische Frauensynode.

1999
1. Britische Frauensynode in Liverpool

2000
2. Österreichische Frauensynode in Alpach/ Tirol unter dem Titel „Frauen gestalten Welt“

2000
2. Schweizer Frauensynode in Biel unter dem Titel „Sichtwechsel – Schichtwechsel“

2003
4. Niederländische Ökumenische Frauensynode

2003
5.-10 August – Zweite Europäische Frauensynode in Barcelona/ Spanien unter dem Titel „zusammen Vielfalt leben“

2004
3. Schweizer Frauensynode in Basel unter dem Titel „Anders - wie denn sonst“

2005
3. Britische Frauensynode in Linlithgow/ Schottland unter dem Titel „Reisend“

2007
5. Niederländische Ökumenische Frauensynode unter dem Titel „Sie glaubt, sie anders“

2007
4. Schweizer Frauensynode, Luzern unter dem Titel „Arbeitstitel: Heimat. Eine Reise“

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