Geschichte der Frauensynoden-Bewegung
Die Idee
einer Europäischen Frauensynode entstand in den 80er Jahren im
christlich-ökumenischen Kontext. Den Begriff Synode verstehen wir in seiner
ursprünglichen Bedeutung: «miteinander auf dem Weg sein». Bewusst wird auf das
Delegationsprinzip verzichtet. Jede Teilnehmerin repräsentiert sich selbst.
Jede interessierte Frau, Frauengruppe oder Frauenorganisation, die an der
Verwirklichung eines gerechten Europas mitarbeiten will, ist eingeladen. So
kommt eine große Vielfalt an Erfahrungen und Kompetenzen zusammen. 1996 fand
die Erste Europäische Frauensynode in Gmunden/Österreich statt. Es war ein bisher einmaliges Ereignis,
dass über 1000 Frauen aus ganz Europa und darüber hinaus (43 Länder waren
vertreten) eine Woche lang miteinander arbeiteten und lebten. Während der
Tagung wurden Resolutionen erarbeitet und zum Schluss verabschiedet zu den
Bereichen Politik, Spiritualität, Ökonomie und Identität/Persönliche
Entwicklung. (Resolutionen pdf) Frauensynoden
auf nationaler Ebene gingen diesem Prozess voraus. Zwischen 1987 und heute
haben Frauensynoden in den Niederlanden, Österreich, Großbritannien,
Deutschland, Schweiz, Italien und in Skandinavien stattgefunden. Die Zweite
Europäische Frauensynode fand vom 5. - 10. August 2003 in Barcelona statt. Das Thema war: Zusammen
Vielfalt leben (daring diversity - Vielfalt wagen). In Referaten, Workshops und
bei vielen Gelegenheiten konnte die multikulturelle und multi-religiöse
Realität in Europa diskutiert und praktisch erfahren werden. Zahlreiche
Kontakte und Vernetzungen über nationale und kulturelle Grenzen wurden geknüpft,
Initiativen initiiert und Begeisterung weitergetragen. (Resolutionen
pdf)